Tim, der Sprücheklopfer!
Aus dem Kindermund kommt meist nicht nur die Wahrheit, sondern auch viel Lustiges und Nachdenkenswertes. Also wird man hier einiges an Aussprüchen eines "Vorschulkindes, wie es die Welt sieht", lesen.
Das klingt ja wie ein alter Gorilla
(Beim Aufheulen der Triebwerke während des Starts des Flugzeugs)
Ich versuche es ja, aber ich schaffe es nicht immer
(Als Antwort auf die Frage, warum er nicht besser auf seine Eltern hört)
Wer lacht denn da?
(Tims erste Frage am Morgen, als ein lachender Hans, der Kookaburra, uns mit seinem schallenden Ruf weckt)
Wo ist denn hier der Pool?
(Tims erste Frage, wenn wir auf einen Campingplatz eintreffen)
Igitt!
(Als Reaktion darauf, dass sich seine Eltern küssen)
Aber zwei dürfen nicht rauskommen!
(Bei der Diskussion, ob er noch ein Geschwisterlein haben möchte)
Wo kommt die Musik her?
(Fragend nach dem ersten Augenaufschlag, als es auf das Zelt regnete)
300 Meter halte ich nicht aus
(Die anfängliche Weigerung, den kurzen Weg zu den vierten Wasserfällen an diesem Tag in Angriff zu nehmen)
Ich sehe was, was du nicht siehst, dass ist tot und liegt auf dem Boden
(Ein Beitrag Tims zu dem beliebten Zeitvertreibs-Spiel, als wir auf einer mit Känguru-Leichen übersäten Straßen entlang fahren)
Warum sterben eigentlich Menschen?
(Eine immer wiederkehrende Frage bei langen Autofahrten)
Ja, meine Beine sind länger geworden
(Als er stolz bemerkt, dass er beim Wandern mit uns Schritt halten kann)
Das sieht aus wie der Opa!
(Beim Betrachten eines bauchigen Baumes)
Guck mal, da blabbert es!
(Beim Schnabeltier-Beobachten, als Blubberblasen aufsteigen)
Nein, nicht schon wieder Kühe
(Als mal wieder Rindviecher uns die Fahrt versperren)
Ruhe, ich muss mich „konzentieren“
(Wenn er angestrengt nachdenkt)
Wann fahren wir endlich zum Zickzack?
(Das ständige Drängeln, endlich die Oper von Sydney zu sehen)
Dann müsst Ihr Euch ja küssen, Igitt!
(Als Antwort auf die Frage, ob seine Eltern endlich heiraten sollen)
Ich habe Durst!
(Jedesmal wenn er einen Getränkeautomaten erspäht)
Können wir mal ein Haus kaufen?
(Wenn er mal keine Lust auf Zelten hat)
Reichst Du mir mal den Kaugummi
(Tims erste Worte beim Aufwachen)
Mama, Du siehst entzückend aus
(Ja, das ist mein Sohn)
Wollen wir auch mal einen Campingplatz aufmachen?
Wollen wir auch mal eine Tankstelle aufmachen?
Wollen wir auch mal einen Laden mit Sachen zum Verkaufen machen?
(Von wem er den Geschäftssinn nur hat?)
Oh nein, nicht noch ein Pinguin
(Beim Pinguin-Spektakel auf Philipp Island)
Ich will mein Päckchen
(Ungefähr 100 Mal an dem Tag, als wir das Paket von Oma und Opa in Melbourne bei der Post abholen gingen)
Die Roten sind ja entsetzlich schlecht
(Beim Fußballschauen)
Warum kommen diese Viecher ständig aufs Feld?
(Beim Basketball über die Cheerleaders )
Ich versteh‘ nur Bahnhof
(Als Reaktion auf Sachen, die er nicht verstehen will)
Ich will meine Sprache wieder!
(Ein Hilferuf, als ihm beim Hinauffahren eines Berges die Ohren „zugehen“)
Die schreit aber stressig
(Ueber ein kleines Maedchen, das bruellt)
Mapa!
(Wenn er auf die Schnelle nicht zwischen Mama und Papa unterscheiden kann)
Eh, da kann man bestimmt toll Dinosaurier-Knochen finden
(Bei der Fahrt durch das weite Outback)
Wie viele Tage noch bis Sonntag?
(Die alltägliche Frage in Erwartung des nächsten Taschengelds)
Gibst du mir dein Kleingeld?
(Wenn der Sonntag noch so fern ist)
Wenn ich 200 Dollar gespart habe, können wir ein Haus kaufen
(Preisvorstellung in der Welt eines Kindes)
Was wollen wir hier?
(Die erstaunte und berechtigte Frage bei der Ankunft in William Creek, einer „Stadt“ im Outback mit elf Einwohnern)
Die frechen kleinen Biester
(In Richtung zweier Kinder, die „sein Sandloch“ wieder zugeschüttet haben)
Ich glaube, ich habe mir eine kleine Erkältung eingefangen
(Als er einen halben Liter kalten Kakao abpumpte und er darauf einmal husten musste)
Wo ist mein Portemonnaie?
(Ungefähr 100 Mal am Tag auf der Suche nach seinem gesammelten Taschengeld)
Erzaehlst du mit deinen Traum?
(Die erste Frage nach dem Aufwachen)
Aber Mama du weißt doch, dafür braucht man Geduld - und ich habe keine Geduld
(Wenn mal etwas länger dauern soll)
Ich hör gerade Benjamin Blümchen, darf ich dir die Mama geben
(Als er mit seiner Oma telefonieren sollte)
Indianer kennen keinen Schmerz, aber ich!
(Die Antwort auf den bekannten Spruch)
Ich versuche ja zu hören, doch ich vergesse es immer wieder
(Ohne Worte)
Echt cool, die eine Möwe sitzt ja auf der anderen Möwe drauf
(Auch Möwen haben ihren Spaß, den Sechsjährige noch nicht verstehen)
Mama, sag’s mir, ich will alles wissen!
(Als er mal wieder etwas nicht mitbekommt)
Ich will die Fische nicht angucken, ich will sie rausholen
(Seine Vorliebe fürs Angeln kommt halt immer zum Vorschein)
Sorrrrrry
(Die langezogene Entschuldigsformel, die wir öfters am Tag hören müssen)
Na und?
(Als wir ihn auf die Schönheit eines Sonnenuntergangs aufmerksam machen wollten)
Frösche sind doch albern
(Als er keinen Blick für das „Quaktier“ aufbringen wollte)
Zwei Tage später:
Gibt es die Frösche auch im Männerklo?
(Als Mama einen grünen, kleinen Baumfrosch beim Duschen entdeckt)
Einen weiteren Tag später
Ich will Frösche sehen
(Als unser Sohn freiwillig zu den Badräumen geht)
Aufpassen fällt mir so schwer
(Als er beim Wandern über die eigenen Füße fällt)
Nein, Mama du bist nicht der Chef, Papa ist der Chef
(Jedenfalls einer erkennt noch die natürliche Hierachie an)
Noch eine kurze Frage: Wie hat sich die Welt entwickelt?
(Als er mal wieder nicht schlafen moechte)
Lärm machen, macht einfach Spaß
(Die Erklärung für seinen ständig hohen Geräuschpegel)
Und wenn es wieder schief geht?
(Seine vorausschauende Art zu wissen, dass er sich nicht benehmen kann)
Mama, mach doch nicht so einen Unsinn
(Die Ermahnung, dass Siggi ihre Yoga-Übungen beenden soll)
Wenn ich mehr Sachen zum Spielen hätte, wäre ich auch nicht so frech
(Ohne Worte)
Erst mit zehn Jahren werde ich lieb
(Glauben wir mal dem kleinen Teufel)
Wir spielen so lange, bis die Mama auf den Beinen ist
(Während Mama noch schläft, wird schon kräftig Uno gezockt)
Bali ist aber heiß
(Als wir am stickigen Flughafen in einer endlosen Menschenschlange stehen)
Wann fahren wir wieder in Urlaub?
(Eine Woche nach unserer Rückkehr)